Wichtige Informationen - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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Aktuelles
Vorabinformation:
Die Gemeindekirchenräte Lanz und Lenzen werden in diesem Jahr  neu gewählt, Wahltag in beiden Gemeinden ist der 1. Advent. Schon jetzt haben Sie die Möglichkeit Wahlvorschläge zu machen.
Richten Sie Ihre Wahlvorschläge schriftlich an das Ev. Pfarramt Lenzen-Lanz-Seedorf, Am Ring 3, 19309 Lanz oder
per Mail:   Ev.Pfarramt.Lanz@posteo.de
Haben Sie selbst Interesse in diesem Gremium mitzuarbeiten und auf diese Weise das Leben in Ihrer Gemeinde mitzugestalten, möchten aber erst mehr über die Arbeit in diesem Gremium erfahren, dann signalisieren Sie uns das bitte. Dann laden wir Sie ein, damit Sie unsere Arbeit kennenlernen können.
Gebete für den Frieden

Auf der gesamten Erde finden sich besorgte Menschen zusammen, die für die Bevölkerung in der Ukraine beten. Angst, Wut und Schmerz begleiten uns diese Tage auf Grund von Krieg und Terror nun auch in Europa. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig nicht zu schweigen und unsere Emotionen zu Gott zu tragen. Wir laden herzlich jeden Donnerstag um 19.00  Uhr in die St. Katharinen-Kirche-Lenzen zum Friedensgebet ein.



  
Stummfilm und Orgel eine großartige Kombination -
im Rahmen des Elbekirchentages

am Sonnabend, den 28. Mai, um  20.30 Uhr zeigen wir in der
St. Katharinen-Kirche Lenzen den Film:
Friedrich Murnau „Der letzte Mann“
Organistin: Oana Maria Bran, Lenzen


  
WEITERSAGEN!!! KREATIVE, JUNGE "RUMSPINNER" GESUCHT!
Ob Tapete, Musterrollen oder Graffiti - Sie kennen das alle schon.
Eine weiße Wand sieht langweilig aus. Da muss man dagegen was tun.
So hatten bestimmt auch Menschen vor mehreren Jahrhunderten gedacht, als sie die Fresken in der St.-Katharinen-Kirche gemalt haben. Wir wissen nicht immer, was uns der Künstler damit sagen wollte. Manche Bilder sind eindeutig, wie diejeni-gen, die im Gurtbogen die Gleichnis der zehn Jung-frauen abbilden. Aber ein Hund? Oder was hat bitte ein rauchender, grauer Mann, in der Kirche zu tun?
Es sind unzählige Generationen vergangen, seitdem die Bilder gemalt worden sind, so dass wir niemanden mehr fragen können. Aber...
Wir laden alle Jugendlichen ein, egal wo sie hier wohnen oder welcher Konfession sie angehören, mit uns zusammen herumzuspinnen und sich neue Geschichten zu den Fresken auszudenken.
Unsere Ideen werden wir in Text und Musik "verpacken" Es sind überhaupt keine Vorkenntnisse erforderlich.

Andreas Hillger und ich stellen unser ganzes Können zur Verfügung. Am Ende sammeln wir alle Ideen und machen daraus einen großen Flyer, mit Texten und Youtube-Links zu den gemeinsam erdachten Musikstücken.
Wer sind wir? Andreas Hillger ist Schriftsteller aus Dessau und Oana Maria Bran ist die Ortskantorin von Lenzen. Wir freuen uns auf eine tolle kreative gemeinsame Zeit!

Wann? Am 14 und 21. April, jeweils von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. In den Pausen wird es Pizza für alle Geschmäcker geben ;)

Anmeldung unter: oanamariabran@gmail.com oder direkt bei mir.
Es grüßt herzlich, Ihre Kantorin Oana Maria Bran
Für das Jahr 2022 halten Sie sich schon einmal verschiedene  Termine frei:

* 20.März Familiengottesdienst zur Jahreslosung
* 22.Mai: Jubelkonfirmation in der Lenzerwische (Kietz)
* 27.–29. Mai: Elbekirchentag in Lenzen
* 5.Juni Konfirmation in Lenzen
* 10.-12.Juni: Landesjugendcamp in Bad Wilsnack
* 12. und 19.Juni Jubelkonfirmationen in Lanz
* 2.Juli Lanzer Jahn-Kolloquium, Sportfest und Konzert
Über diese konkreten Termine hinaus sind von unserer Kantorin noch  folgende musikalische
Angebote geplant. Über diese Veranstaltungen  wird dann im Detail später informiert:
 Musik zur Sterbestunde Jesu am Karfreitag
 Orgelnacht
 nachgeholter Workshop Fresken und Orgelmusik (Landgut Kulturgut)
 Orgelmärchen mit Märchen, Dias und Orgelmusik
 mehrere Orgelkonzerte
 Stummfilm mit Orgelmusik
 Adventsmusik am 2. Advent
 Musik zum Ankommen am Heiligabend
Regionaler Gottesdienst
mit dem Potsdamer  Generalsuperintendenten Kristóf Bálint
Am 8. Mai, 14.00 Uhr findet in der St. Johanniskirche  Kietz ein regionaler Gottesdienst unseres Pfarrsprengels statt. Predigender Gast ist der neue Generalsuperintendent Kristóf Bálint. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir bei Kaffee und Kuchen zum Gespräch mit unserem Gast ein.  Dieser Gottesdienst hat einen weiteren Höhepunkt: Mit der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes wird die neue  Truhenorgel eingeweiht, mit der in Zukunft unsere Kirchenmusikerin  Frau Bran, die Gemeinden gottesdienstlich begleiten wird, die keine Orgel (mehr) besitzen.  Der Orgelbauer der holländischen Orgelbaufirma Klop wird nach dem Gottesdienst ebenfalls ein  paar Worte zu der Entstehung der Orgel sagen  und das Instrument erklären.


ELBEKIRCHENTAG 2022....
Der Elbekirchentag 2022 steht unter der Überschrift Grenzenlos: Elbe“ und findet vom 27.  bis 29. Mai 2022 in Lenzen (Elbe) statt.  Der Verlauf der Elbe in der Prignitz markiert  den ehemaligen Grenzverlauf zwischen Ost  und West und verbindet als Fluss zugleich  schon immer Länder und Regionen miteinander. Am Abend des 27. Mai 2022 begehen wir um 18.00 Uhr die Auftaktveranstaltung in der Lenzener St.-Katharinen-Kirche. Wir freuen uns,  als Gast u.a. Prof. Dr. Klaus Töpfer begrüßen zu können. Daran folgt  der gemeinsame Weg zur Elbwiese (neben dem Fähranleger) mit  Picknick, Offenem Singen und Konzert an der Elbwiese. Am Samstag, den 28. Mai 2022, ab 11.00 Uhr werden wir in einer Mischung aus Begegnung, Information, Gottesdienst, Spiel, Musik und  Diskussion die Bedeutung der besonderen Elbland-schaft ins Blickfeld  rücken; wir werden fragen, wie es der Elbe geht und wie wir sie als  Gottes Schöpfung und naturnahen Erholungsraum schützen können. Dazu zählen Flächen für Aktions- und Informationsstände am Elbufer, Exkursionen per Rad mit dem  Tourismusverband, Offenes  Singen, Bläser-Workshops in  der Kirche, eine Bühne an der  Elbe für Bühnenprogramm, für  Musik und Diskussionen und  Angebote im Burgpark und der  Burg Lenzen. In der Kirche wird u.a. am Abend ein Stummfilm mit Orgelbegleitung gezeigt, und Veranstaltun-gen zu den Zwangs-aussiedlungen der 50er und 60er Jahre locken in die Burg und zum Grenzturm.  Am Sonntag, den 29. Mai wird zum Ausklang um 11.30 Uhr zum feierlichen Abschlussgottesdienst an der Elbe eingeladen, zu diesem  können wir Bischof Christian Stäblein begrüßen.
Im Rahmen des Elbekirchentages erfolgt die Eröffnung der diesjährigen Sommer-ausstellung in der St. Katharinen-Kirche: Am Sonnabend, den 28. Mai um 10.00  Uhr laden der Landkreis und der Kirchenkreis Prignitz zu Eröffnung einer  Ausstellung über den rumänischen  Partnerkreis „Alba“ ein. Geschichte und  Natur, Kultur und Erbe des rumänischen Partnerkreises wird uns durch  diese Ausstellung näher-gebracht.  Ev. Kirche von Sona (Schönau), fotografiert von Țetcu Mircea Rareș Nach der Eröffnung und der thematischen Vorstellung des Projektes haben Sie die Möglichkeit unter musikalischer Begleitung der Kreismusikschule Prignitz einen Rundgang durch die Ausstellung zu machen.
1700 JAHRE JÜDISCHES LEBEN……………. hier in Deutschland.
Der Antisemitismus zieht sich wie ein unheilvoller Faden durch die Geschichte der Welt und ist auch nach dem Holocaust in Deutschland  nicht verschwunden. Gottesdienste in den gut 100 Synagogen finden  heute unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, hinter Sicherheitsglas  und unter Polizeischutz statt. Juden sind immer wieder verbalen oder gar tätlichen Angriffen ausgesetzt. Judenhass und Antisemitismus entlädt sich hier in Deutschland durch  linke, rechte und muslimische Gruppierungen oft über das Thema „Israel“, aber auch im Nahen Osten durch die gegenwärtigen Angriffe der  islamisch-fundamentalistischen Organisationen wie der Hamas im  Staat „Gaza“, die Israel jegliches Existenzrecht absprechen. An dieser Stelle wollen wir  durch Information das Verstehen und Kennenlernen fördern,  wie jüdisches Leben in Deutschland entstand, welche Herausforderungen bestanden und bestehen und was jüdisches Leben – auch in der  Fremde – kennzeichnet, bewegt und prägt. Wann kam es zur Einwanderung von Juden im Laufe der Jahrhunderte nach Deutschland?
Antike: Jüdische Händler bereisen die Provinzen des Römischen Reiches, so auch Germanien.
321. n.Chr.: Erste urkundliche Erwähnung einer jüdischen Gemeinde  in Köln.
10. Jahrhundert: Jüdische Familien aus Frankreich und Italien siedeln  in den Bischofssitzen entlang des Rheins.
Um 1300 kommen aus England und den französischen Kronlanden  vertriebene Juden nach Deutschland.
16. Jahrhundert: Sephardische Juden, aus Portugal vertrieben, lassen  sich in Hamburg nieder.
1880-1920: Auf der Flucht vor Pogromen suchen tausende Juden aus  Osteuropa und Rußland Zuflucht in Deutschland.
1990er Jahre: Rund 220.000 Menschen jüdischer Herkunft wandern  aus der ehemaligen Sowjetunion aus.
Jetzt llenken wir Ihre Aufmerksamkeit auf  die rechtliche Situation, wie sie im Laufe der Zeit in oft sehr unterschiedlicher Weise vorhanden gewesen ist.  Daran wird deutlich, wie lange der Kampf um Gerechtigkeit und  Gleichberechtigung als Volk gedauert hat.
Status und Rechte im Laufe der Zeit Römisches Reich: Juden haben als Bürger eine gewisse Autonomie,  die lokal aber sehr unterschiedlich ausgelebt und gestaltet werden  kann.
Frühes Mittelalter: Als die Kirche an Macht gewinnt, werden Juden  vermehrt diskriminiert und rechtlich ausgegrenzt. Unter dem unerträglichen Schimpfwort „Christusmörder“ finden zunehmend lokal begrenzte,  aber auch regional ausgeweitete Pogrome statt.
Mittelalter: Juden stehen außerhalb der christlichen Ständegesellschaft Umfassende Berufsbeschränkungen: Juden sind u.a. Händler, Gelehrte, Ärzte und Geldwechsler (nach der Einführung des kirchlichen  Zinsnahmeverbotes im 12. Jahrhundert sind sie dann eher Geldleiher). Schutzstatus: Juden müssen an Stadt- / Landesherren hohe Sonderabgaben zahlen. Sie haben nur eine eingeschränkte Freizügigkeit und  vielfach wird ihnen Grundbesitz verwehrt.
Aufklärung bis Ende 19. Jahrhundert: Es folgt ein langer Prozess der Emanzipation der Juden von einer diskriminierten Minderheit zu  gleichberechtigten und assimilierten Staatsbürgern.
Nationalsozialismus: Juden werden diskriminiert, vertrieben, deportiert und in den KZs vernichtet.
Seit 1949: Das deutsche Grundgesetz regelt das Recht auf deutsche Staatsbürgerschaft.

In der DDR aufgewachsen hörte ich den Begriff „Zionismus“ erstmals in der Schule. Er wurde mit dem gleichen Unterton ausgesprochen wie „Faschismus“ und „Nationalsozialismus“. Es gab schon bei Kommunis-ten und Linken in der DDR einen ausgesprochenen Antisemitismus.
Doch was ist „Zionismus“ wirklich? Die Botschaft des Staates Israel informiert dazu: Zionismus ist die Nationalbewegung zur Wiederherstellung der Souveränität des jüdischen Volkes im Lande Israel.

Im Jahr 70 zerstörten die Römer den Tempel. Jerusalem wurde dem Erdboden gleichgemacht. Der jüdischen Unabhängigkeit war ein Ende gesetzt, die meisten Juden aus dem Lande Israel wurden verbannt. Stets hofften sie auf eine Rückkehr. Beim jährliche Pessachmahl wiederholen Juden in aller Welt den Wunsch „Nächstes Jahr in Jerusalem“, bei jüdischen Hochzeiten zitiert der Bräutigam aus Psalm 137 „Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir die rechte Hand verdorren.“ Im Zuge der Nationalbewegungen und des wachsenden Antisemitismus in Europa begann der österreichische Journalist Theodor Herzl die Nationalbewegung des jüdischen Volkes zu organisieren: die Zionistische Bewegung. Ziel war ein unabhängiger jüdischer Staat im Lande Israel, Heimat des jüdischen Volkes. Herzl beschrieb seine Vision in dem Buch „Der Judenstaat“. Er sah einen blühenden Staat voraus, indem alle Bewohner, Juden und Nicht-juden, in Frieden miteinander lebten.
  
Im Zionismus geht es um Herzls Vision und ihre Erfüllung.
(Pfr. Wolfgang Nier)

Ganz normale Lenzener
Nichts erinnert mehr an den  jüdischen Friedhof, den es hier  bis um 1960 gab. Immerhin ist das Schuttabladen hier verboten, wie das  Schild verkündet.
Über die jüdische Bevölkerung in Lenzen Recht dürftig ist die Aktenlage bezüglich der jüdischen Einwohner in Lenzen. Warum? Sie sind einfach kaum aktenkundig gewesen.  Das beginnt schon mit der fehlenden Registrierung von Eheschließungen, Geburten und Sterbefällen – was in der heutigen Zeit ja einfach  undenkbar wäre. Erschwerend kommt noch hinzu, daß die Museumsakte „Juden“ – jahrzehntelang ordnungsgemäß magaziniert und vor  dem Zugriff Dritter geschützt - nach Auflösung des Heimatmuseums  auf wundersame Weise verschwunden ist. Damit sind wichtige Unterlagen, wie
z. B. ein über 300 Jahre altes Dokument, für immer verloren. Hinzu kommt, daß nichts mehr an den einstigen jüdischen Friedhof,  der sich westlich des heutigen Bestattungsplatzes befand, erinnert: Um  1960 sind nicht nur sämtliche Grabsteine entfernt worden. Auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters ist auch Sand abgefahren worden,  so daß damit auch die Gräber selbst komplett zerstört worden sind.  Aber dennoch gibt es einige Hinweise, aus denen wir etwas über die  jüdischen Mitbürger in Lenzen in Erfahrung bringen können. Bleiben wir beim Friedhof: Nach Mitte des 18. Jh. wird die kleine  jüdische Gemeinde in Lenzen zahlenmäßig etwas angewachsen sein,  so daß beschlossen wurde, einen eigenen Friedhof anzulegen. Am  30.5.1768 kommt es zum Kauf eines - weit außerhalb der Stadt gelegenen - Geländes, wo fortan die Verstorbenen zur Letzten Ruhe gebettet wurden. Die Fläche betrug 1510 Quadratmeter, etwa 39 x 39 Meter. 1938 fand dort die letzte Bestattung, Abraham Löwenthal aus Perleberg, Schwiegervater von Erich Kreide, statt. Noch im selben Jahr be- antragte Bürgermeister Gilberg den Ankauf des Friedhofs für die Stadt,  angeblich für eine Erweiterung des christlichen Friedhofes. Von der  Vermögensverwertungsstelle Berlin (jüdisches Eigentum wurde im  Deutschen Reich zu dieser Zeit allgemein beschlagnahmt) wurde das  Gelände für 200 RM an die Stadt verkauft, unter der Bedingung einer  Ruhefrist von 30 Jahren ab der letzten Bestattung.  Nach jüdischem Glauben gibt es jedoch keine befristeten Liegezeiten,  nach deren Ende die Grabstelle abgeräumt werden kann, da die Toten  am Gerichtstag leibhaftig wiederauferstehen. Noch vor Ende dieser festgelegten „Ruhezeit“ wurden die Grabsteine  noch vor 1945 abgeräumt. 1946 setzte der Sandabbau auf dem Gelände ein; in den 1950er Jahren wurde unter maßgeblicher Beteiligung  von Bürgermeister Kurt Mahler der Sandhügel metertief abgegraben.

Jüdische Mitbürger in Lenzen
   
Seit wann es im Städtchen jüdische Mitbürger gab, ist leider nicht mehr nachweis-bar.
Aber immerhin werden bereits 1509 in Lenzen die beiden jüdischen Familien Wolf und Mosch erwähnt, die dem Kurfürsten zur Zinszahlung verpflichtet waren. Das lässt darauf schließen, dass es sich um Schutz-juden gehandelt hat. Diese standen unter besonderem Schutz des je-weiligen Landesfürsten - ihnen wurden besondere Privilegien einge-räumt. Dazu sei jedoch hinzugesetzt, dass sich die betreffende Familie beim jeweiligen Landesvater vorher für eine gewisse Summe dazu „einkaufen“ musste.
In der Folge wird es gewiss immer jüdische Bürger in Lenzen gegeben haben. Diese werden sicherlich ihren Lebensunterhalt immer durch Handel gefristet haben, und selbstverständlich kannte man sich unter-einander auch in anderen Gemeinden wie Schnackenburg, Dannen-berg oder Perleberg. Vermutlich sind die Lenzener Juden auch in Per-leberg bestattet worden.
1740 gibt es einen Samuel Moses, der 1750 zahlungsunfähig wird, fremde Glaubensbrüder „zum Schaden des allerhöchsten königlichen Interesses“ annimmt und aus diesem Grund aus der Stadt verwiesen wird.
1749 wird ein „Mädchen Abraham“, welches wohl bei einer Lenzener Familie in Stellung war, erwähnt. 1778 gab es zwei, 1779 drei Familien, und um 1800 lebten in der Stadt sogar vier Familien - wir können da von 16 bis 20 Personen ausgehen.
Ab 1821 gibt es Anordnungen, die den Schulbesuch der jüdischen Kin-der in den „Städten der Superintendentur Lenzen“ - also lediglich Lenzen - betreffen. Und einige Kinder wird es natürlich gegeben haben. So werden 1828 folgende jüdische Mitbürger erwähnt:
Die Kaufleute Nathan und Aaron Ries, die Kaufmannswitwe Cohn, der Lotterie-Collecteur Isaack Cohn (vermutlich der Sohn), der Händler Gerson Meyer und Jonas Moses Lesser, der mit Häuten und Fellen handelt. 1837 wird ein Kaufmann Cohn erwähnt.
Die Zandersche Chronik stellt zum Stichtag 1. Dezember 1900 fest, dass es in Lenzen „12 Juden“ gibt.
Wo diese nun gewohnt haben und wo ihr Bethaus stand, erfahren wir Sie  in der Fortsetzung.
(Kerstin Beck)
Das Lenzenzener Pfarr- und Gemeindehaus wird saniert und zu einem Gemeindezentrum umgebaut.                                                                                                                               
Nach einem langen planerischen und finanzplanerischen Vorlauf steht die Finanzierung.
Wenn die Bauarbeiten beginnen, wird die Gemeinde mit den Wintergottesdiensten umziehen. Ebenfalls wird das Gemeindebüro ausgelagert werden.
Würde uns jemand von den Lenzenern helfen, wenn es ans ausräumen und umziehen geht? Wir können jede Hilfe gebrauchen.
Bitte melden Sie sich schon mal bei Peter Krause oder Norbert Nußbaum. Dann können wir Sie ansprechen, wenn es losgeht.
Eine Vergrößerung des Gemeindesaales, die Neugestaltung der sanitären Anlagen, eine klarere Trennung der privaten Pfarrwohnung von den gemeindlichen Räumen, Umzug und Vergrößerung des Gemeindebüros … das sind einige Inhalte des Gesamtprojektes, das von der Städtebauförderung und der Regionalförderung LEADER großzügig unterstützt wird. In Zukunft wird das Ev. Gemeindezentrum als Versammlungsort offen sein für örtlicheVereine, Parteien und Einrichtungen und so gemeinsam mit dem Rathaus und der Burg im Stadtkern ein gutes Dreieck für Einwohner und Gäste bilden. So werden in Zukunft u.a. die Musikschule, die landeskirchliche Gemeinschaft, der Heimatverein lunkini e.V. und die CDU Nutzer und Gäste unseres Gemeindezentrums werden.
Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt,den werde ich nicht abweisen.
Joh.6,37
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