Lenzen - Kirche-Lenzen-Lanz-Seedorf

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Unsere Kirchen

Der über 40 m hohe Kirchturm ist in seiner jetzigen Form aus dem 18.Jh. 
Er wurde 1983-1986 um-gebaut und mit einem Kupferdach versehen.
Neben der Uhr befinden sich im Turm drei Glok-ken, von denen leider nur noch die kleine Bronze-glocke (1705) im Ursprung erhalten ge-blieben ist.


Sankt-Katharinen-Kirche Lenzen

Die Stadt Lenzen (Lunkini) tritt im Jahre 929 das erste mal ins Rampenlicht der Geschichte. Damals fand hier eine große Schlacht statt. Der sächsische Herrscher Heinrich I. besiegte die ansässigen Wenden. Das Christentum versuchte in Lenzen Fuß zu fassen, was in den ersten Jahrhunderten nur unzureichend gelang.

Die größte Kirche unseres Pfarrsprengels ist die Stadtpfarrkirche St. Katharinen. Im Verhältnis zur Stadtgröße ist sie eine außergewöhnlich große Kirche, die mit ihrer Größe auf Zeiten verweist, in der Lenzen vor allem von der Einwohnerzahl her deutlich größer war als heute.

In den ersten Jahrhunderten war sie dem Hl. Nikolaus geweiht. Heute ist sie der heiligen Katharina geweiht.

Die St.-Katharinen-Kirche zu Lenzen (Elbe) ist eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche mit Querschiff und Chor in der Form eines Kreuzes.

Betritt der Besucher die Kirche vom Westportal her (Turmseite), muss er zunächst einige Stufen hinuntersteigen, wird aber dann von der Schönheit der Kirche und ihrer reichhaltigen und doch nicht aufdringlichen Ausstattung gefangengenommen.
Die Kirche hat - wie viele andere große Kirchen - einen längeren Entstehungszeitraum hinter sich. Die bauliche Grundstruktur weist auf das 13. Jahrhundert hin, im 15. und im 18. Jahrhundert hat es gravierende bauliche Ver-änderungen gegeben, auch bedingt durch Stadtbrände und Turmeinstürze.
Das 18. Jahrhundert war auch in anderen Kirchen ein Jahrhundert der baulichen Veränderungen in den Innen-räumen. So wurden in diesem Jahrhundert in Lenzen – und z.B. auch in Lanz – die Emporen eingebaut.
Das Besondere an den Lenzener Emporen: sie enthalten in den Kassetten der Emporenabschnitte die Seligprei-sungen aus dem Matthäus- Evangelium. In der Vierung (der Schnittstelle des Lang- und Querschiffes) sind weitere biblische Worte an den Emporenkassetten zu lesen. Beim gleichzeitigen Blick nach oben fallen die spätgotischen Fresken in den Arkaden des Kreuzrippengewölbes auf. Diese wurden 1929 im Zuge der großen Restaurierung der Kirche wieder freigelegt und durch Robert Sandfort (auf dessen Spuren man auch in der sehenswerten
Kirche von Steffenshagen bei Pritzwalk stösst) ergänzt. Die Innenausstattung der Kirche stammt aus verschiedenen Zeitepochen. Die ältesten Ausstattungsstücke sind die Taufe als Bronzeguss aus dem Jahre 1486, die von vier Katharinenfiguren getragen wird; der Altar aus dem Jahr 1652 (er wurde nach dem Brand von 1646 gestiftet) und die Kanzel aus dem Jahr 1759. Ein besonderes Augenmerk verdient unsere Orgel. 1747 wurde sie als gebrauchtes
Instrument von der Hamburger St. Georgenkirche erworben, nachdem sie dort 1708 von Arp Schnittger erbaut  Gottlieb Scholtze, einem Schüler des Orgelbaumeisters Wagner, neu erbaut werden musste. Allerdings verwendet er dazu auch die alten Pfeifen der Schnittger-Orgel. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert erfolgten weitere Veränderungen an der Orgel durch die Firmen Vogt aus Stendal und Schuke aus Potsdam.
Bei der großen Orgelrestaurierung, die 2007 mit der Einweihung der Orgel abgeschlossen wurde, wurden die Veränderungen korrigiert und die Orgel nach historischem Vorbild durch die Firma Hüfken, Halberstadt
wieder so erbaut, wie sie zu Zeiten Gottlieb Scholtzes geklungen hat.
Die besondere Atmosphäre der Lenzener Stadtkirche wird nicht zuletzt durch die 4 bunten prächtigen Kirchen-fenster hinter dem Hochaltar geprägt. 1937 hergestellt durch die akademische Glas- und Kirchenmalerei Peschel in Berlin-Mahlsdorf, wurden sie gestiftet von F.L. Maytag aus Newton im US-Bundesstaat Iowa. Die szenischen Dar-stellungen in den Fenstern: die Geburt, die Kreuzigung und die Auferstehung von Jesus werden durch den jahres-zeitlichen Lichtkreislauf und dem entsprechenden Sonneneinfall besonders faszinierend hervorgehoben.
Die Kirchengemeinde Lenzen ist die größte Gemeinde innerhalb des 2010 neu entstandenen Pfarrsprengels Lenzen-Lanz- Seedorf. Durch wöchentliche Gottesdienste und besondere Gottesdienste, regelmäßige Gemeindeveranstal-tungen, durch musikalische Angebote und ein Offenes-Kirchen-Team, das in der Sommersaison die Kirche offen hält, präsentiert sich die Gemeinde nicht nur eigenen Gemeindemitgliedern, sondern auch Gästen und Touristen als offene Gemeinde mit einer offenen Kirche, in die jeder eingeladen ist, der ein inneres Zuhause sucht.

 

Zeiten für "offene Kirche" von Pfingsten bis Erntedank

Montag             11:00 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Dienstag           10:30 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mittwoch           10:30 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Donnerstag       10:30 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag              09:00 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Samstag           10:30 Uhr - 12:00 Uhr / 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Sonntag           15:00 Uhr - 17:00 Uhr

 

Beeindruckend ist das Kreuzrippengewölbe. In drei Gurtbögen sind alte Fresken erhalten geblieben, die 1929 bei der vorletzten Renovierung freigelegt wurden.

Die Taufe aus dem Jahre 1486 wurde von Heinrich Grawert aus Braunschweig in Bronze gegossen. Sie wird von vier Katharinengestalten getragen. In einer gotischen Arkadenreihe sind reliefartig Christus und seine Jünger dargestellt.

Seit dem 23.September 2007 erfüllt  die Scholtze-Orgel wieder ihren ursprünglichen barocken Klang der Kirche, wenn sie in Gottesdiensten und zu Orgelkonzerten zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen gespielt wird.

Am 2.Pfeiler vom Eingang rechts ist das Sandsteingrabmal der Anna Grieben, genannt Brezeltante (gest. 1612), angebracht.
Die wohlhabende Frau stiftete, nachdem ihr ein Kind gestorben war, die sogenannte "Brezelsalve". Freitag vor Palmarum bekam jedes Schulkind und jeder Lehrer Papier und Brezeln. Diese Tradition bestand bis in die 1920er Jahre.

Der barocke Hochaltar ist aus dem Jahre 1652. Das Ölgemelde zeigt Jesus mit seinen Jüngern bei Brot und Wein.

 
 
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